Smart Consumer

Das Projekt hat das Ziel die Energieeffizienz in der Produktion zu steigern und die Energieströme in Produktion, TGA und Energieversorgung zu koppeln. Zusammen mit einer simulationsgestützten übergeordneten Steuerung bildet dies die Basis eines Smart (industrial) Consumers.

In diesem Großprojekt realisieren und erproben in den Industrieunternehmen Ferrero und Junghans Kunststoffwarenfabrik, das IdE Institut dezentrale Energietechnologien, Arburg, Imtech und Limón Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung in der Industrie. Ferrero und die Junghans Kunststoffwarenfabrik, beide mit Sitz in Hessen, stellen für diese Forschungsarbeiten ihre Produktionsbetriebe zur Verfügung. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Zentrale Zielsetzung des Projektes ist die Umsetzung von intelligenten Lösungen zur Steuerung und Reduzierung von Energiebedarfen im realen Produktionsumfeld.

Das Projekt Smart Consumer besteht aus zwei Teilprojekten. Im Teilprojekt Smart KWK liegt der Schwerpunkt in der Optimierung der Energieversorgung von Kunststoff verarbeitenden Betrieben. Am Beispiel der Firma Junghans sollen der Primärenergiebedarf und die Energiekosten ebenfalls um ca. 50 Prozent gesenkt werden. Hierzu ist jedoch eine Umstellung von heute elektrischer Beheizung der Produktionsmaschinen auf eine Versorgung mit Thermalöl notwendig. Damit lassen sich die Maschinen flexibel durch Abwärme aus KWK-Prozessen, Verbrennung von Gas oder mittels elektrischer Energie betreiben. die Steigerung des Wärmenutzungsgrades steht dabei im Vordergrund. Dies macht u.a. den Umbau der Spritzgießmaschinen sowie der Gebäudetechnik und der Wärmenetze in der Kunststoffwarenfabrik notwendig.

Beim Süßwarenhersteller Ferrero liegt der Fokus auf Energieeinsparungen im Bereich Kühlung bzw. Klimatisierung. Zum einen wird auf alternative, effizientere Kühltechnologien umgestellt, zum anderen soll nur noch dort gekühlt werden, wo niedrige Temperaturen benötigt werden. Für die Produktion bedeutet dies z.B., dass nicht mehr die gesamte Produktionshalle gekühlt wird, sondern nur noch ein kleiner Bereich um die Produktionsstraße. Das Ziel besteht darin, durch konstruktive und lufttechnische Maßnahmen einer „Punktklimatisierung“ des Produkts möglichst nahe zu kommen.

Zusätzlich zu den Umbauten ist es in beiden Teilprojekten wichtig, die einzelnen Energieströme erfassen, bewerten und steuern zu können. Daher wird sowohl bei Junghans, als auch bei Ferrero ein Energiemonitoring-System implementiert, das die Basis für eine intelligente Steuerung der Energieströme ist und eine Prognose für zukünftige Energiebedarfe liefert. Prognosen über zukünftige Energiebedarfe ermöglichen zudem eine kostenoptimierte Beschaffung von Strom und tragen gleichzeitig zur Entlastung der Stromnetze bei. Auf diesem Wege wird der Verbraucher zum Smart Consumer und damit zentraler Baustein eines zukünftigen Smart Grids.

Die Entwicklung einer simulationsgestützten, intelligenten Steuerung der Energieströme für beide Teilprojekte wird gemeinsam von Imtech und Limón vorgenommen. Während Limón die Produktionstechnik integriert, ist Imtech für die Energieflüsse der Energieversorgung und der technischen Gebäudeausrüstung zuständig.

Weitere Informationen finden Sie unter www.smart-consumer.org

Projektlaufzeit   

3,5 Jahre

Das Projekt hat das Ziel die Energieeffizienz in der Produktion zu steigern und die Energieströme in Produktion, TGA und Energieversorgung zu koppeln. Zusammen mit einer simulationsgestützten übergeordneten Steuerung bildet dies die Basis eines Smart (industrial) Consumers.

ANSPRECHPARTNER

Dr.-Ing. Martin Hoppe-Kilpper
Geschäftsführer
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 m.hoppe-kilpper(at)ide-kassel.de
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