Wie man im Winter Heizkosten sparen kann

Heizkosten sparenSo kann man Heizkosten sparen (Foto: © Henrik Gerold Vogel / pixelio.de)

Besonders in den kalten Wintermonaten steigen die Heizkosten an. Zuhause will man es schön warm und gemütlich haben. Dabei ist allerdings auch ein ideales Raumklima ausschlaggebend. Wie man dieses erreichen kann und wie Ihr in der kalten Jahreszeit einiges an Heizkosten sparen könnt, soll nun hier näher erklärt werden.

Optimales Raumklima erreichen

Ein gesundes Raumklima ist nicht nur für das allgemeine Wohlbefinden unumgänglich, auch das Risiko für Milben und Schimmelpilz wird dadurch deutlich verringert. Um dieses zu erreichen spielen 3 Faktoren eine wesentliche Rolle: die Temperatur der Raumluft, die Luftfeuchtigkeit und die Luftzirkulation.

Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt in Räumen bei 50 Prozent. Diese kann durch richtiges Heizen und Lüften gering gehalten werden. In Räumen sollte ca. viermal täglich stoßgelüftet werden für rund 3 Minuten. Dabei sind die Fenster ganz geöffnet. Während der Heizperiode sollte ein Dauerlüften durch ständig gekippte Fenster vermieden werden. Gekippte Fenster machen von Mai bis September Sinn.

Die ideale Wohnraumtemperatur liegt tagsüber bei ca. 20 Grad Celsius. Schlafräume sollten eine Temperatur zwischen 16 und 18 Grad Celsius haben. Werden Räume nicht benutzt, sollten diese keinesfalls komplett auskühlen. Um die Feuchtigkeitsentwicklung zu verringern, empfiehlt es sich, beim Kochen stets die Töpfe zu bedecken und jegliche Luftbefeuchter an Heizungen zu entfernen. Ebenso sollte Wäsche außerhalb der Wohnräume getrocknet werden. Durch ein gutes Raumklima können Heizkosten gespart werden und der Mensch fühlt sich überdies in den Räumen viel wohler.

Wertvolle Spartipps um Heizkosten zu senken

Grundsätzlich ist zu empfehlen, dass Räume, in denen man sich seltener aufhält, mit einer geringeren Zimmertemperatur auskommen. Nachfolgend werden euch fünf wertvolle Tipps genannt, wie ihr gerade jetzt in den kühlen Monaten eure Heizkosten effektiv sparen könnt.

Spartipp #1 – Die Ventile der Heizung komplett aufdrehen

Wenn ein zentrales Thermostat die gesamte Heizungsanlage für die Wohnung / das Haus regelt, dann sollten die Heizungsventile an den einzelnen Heizkörpern ganz aufgedreht sein. Sind Ventile nur halb aufgedreht, kann die gewünschte, eingestellte Temperatur nicht erreicht werden. Überdies ist zu beachten, dass die Heizkörper frei stehen. Sodann kann die volle Heizleistung ausgeschöpft werden und die warme Luft im Raum bestmöglich zirkulieren.

Spartipp #2 – Optimale Temperatur zwischen 20 und 22 Grad Celsius

Als ideale Raumtemperatur für Ess-, Arbeits- und Wohnzimmer werden laut mehreren Studien 20 Grad Celsius genannt. Im Bad kann es ruhig um 2 Grad Celsius wärmer sein. Lediglich in Schlafräumen reicht eine Zimmertemperatur zwischen 16 und 18 Grad Celsius. Hält man sich länger nicht im Haus bzw. in der Wohnung auf, kann man in dieser Zeit die Temperatur um 1 bis 2 Grad runterdrehen, dies hilft an Heizkosten zu sparen. Allerdings sollte die Temperatur nie unter 16 Grad Celsius fallen.

Spartipp #3 – Beim Energiesparen Vorhänge nutzen

Besonders bei Altbauten geht durch die Fenster viel an Wärme verloren. Hierbei helfen schwere und dichte Vorhänge, die Wärme besser in den Räumen zu halten. Ebenso helfen heruntergelassene Rollos und geschlossene Fensterläden den Energieverlust gering zu halten.

Spartipp #4 – Fenster nicht dauerhaft gekippt lassen

Wie oben schon beschrieben, sollten die Fenster in den Wintermonaten nicht dauerhaft gekippt werden. Anstatt des Kippens ist es effizienter, bis zu viermal täglich für einige Minuten stoßzulüften. Hierbei wird der Luftaustausch beschleunigt und der Energieverbrauch gering gehalten.

Spartipp #5 – Gute Dämmung

Bevor ihr euch für eine Wohnung entscheidet, solltet ihr auf alle Fälle auf gute Dämmung achten. Für Wohnungen gibt es dazu seit 2009 einen sogenannten Energieausweis, der bestens über energetische Daten eines Hauses bzw. einer Wohnung informiert.

Wärmedämmung – wie die Wärme im Haus bleibt

WärmedämmungWärmedämmung fürs Haus (Foto: © Rainer Sturm / pixelio.de)

Egal wie gut ein Heizsystem ist, es nutzt wenig, wenn das Haus schlecht gedämmt ist. Die sicherste Form der Wärmedämmung ist natürlich die Konstruktion des Neubaus unter modernen energiesparenden Gesichtspunkten. Dabei sollten zweischalige Wände oder wärmedämmende Bausteine gewählt und auf die Vermeidung von Wärmebrücken geachtet werden. So stimmt das Gesamtsystem. Bei älteren Häusern muss man in der Regel nachrüsten. Hier gibt es unterschiedliche Lösungen. Einige davon sollen hier kurz angerissen werden.

Was kann man dämmen?

Gerade bei älteren Häusern ist es sinnvoll die Außenwände zu dämmen. Dabei besteht die Möglichkeit die Wände von außen oder von innen zu dämmen. Beides hat Vor- und Nachteile, jedoch raten Experten in der Regel vor allem zur Außendämmung.

  • Soll auch der Dachboden ausgebaut werden, so lohnt in jedem Fall eine sorgfältige Dämmung des Daches. Sind sogar neue Dachziegel fällig, so sollte man sich für die wärmeschutztechnisch und bauphysikalisch beste Möglichkeit entscheiden – die Aufsparrendämmung. Wenn die Eindeckung noch in Ordnung ist, dann könnte sich eine Zwischensparrendämmung anbieten. Dafür gibt es verschiedene Materialien wie Glas- und Steinwolle oder auch Kork.
  • Natürlich hat man auch die Möglichkeit den Fußboden im Dachgeschoß mit Trockenestrich zu dämmen.
  • Auch die Dämmung der Kellerdecke von unten kann eine Alternative sein, wenn der Boden darüber nicht gedämmt ist und nur mit großem Aufwand nachträglich gedämmt werden kann.

Innendämmung – Vor- und Nachteile

Der Vorteil einer Innendämmung liegt darin, dass man jeden Raum nach und nach – und zudem leichter in Eigenleistung – sanieren kann. Nach der Sanierung werden sich die Räume schneller Aufheizen als vorher.

Es bestehen aber auch einige Nachteile. So muss die Innendämmung sehr genau auf die Art und den Zustand des Mauerwerks abstimmen, denn dadurch kommt es zu einer Absenkung der Temperatur der dahinterliegenden Außenwand. Da diese zudem von Außen auch mit Feuchtigkeit belastet ist, kann es schneller zu Frostschäden kommen. Insbesondere an den Wärmebrücken, wie Fenstern, kann es leichter zu Kondenswasser- und Schimmelbildung kommen.

Welches Material wird zur Dämmung verwendet?

Das Dämmmaterial von heute wird in der Regel in Rollen geliefert und für die eigenen Bedürfnisse in Bahnen abgeschnitten. Des Weiteren gibt es häufig noch die vom Hersteller mit Nut und Feder versehenen Polystyrol-Hartschaumplatten. Gerade in Altbauten werden aber auch eine Reihe natürlicher Rohstoffe als Dammmaterial verwendet. Wichtig bei der Wahl des Materials sollte dabei nicht der Preis sein, sondern das Gesamtpaket.

Ganz gute Informationen zu Dämmstoffen gibt es auf bauen.de. Hier erfährt man, wie die unterschiedlichen Arten wo angewendet werden.

7 Tipps um im Haushalt Stromkosten zu sparen

Stromkosten sparenStromkosten sparen leicht gemacht (Bild: © Thorben Wengert / pixelio.de)

Erneuerbare Energien – eigentlich eine gute Sache, möchte man meinen. Doch die Art der Umsetzung, wie sie von Politik und den Energiekonzernen betrieben wird, bekommt der Verbraucher schon seit einigen Jahren in Form einer kräftigen Strompreiserhöhung zu spüren. Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und welche Einsparmöglichkeiten es in Ihrem Haushalt gibt, erfahren Sie in der folgenden Übersicht, mit der wir Ihnen helfen wollen einpaar Stromkosten zu sparen.

Mit welchen Mehrkosten muss ich rechnen?

Der Grund für stark steigende Strompreise ist die Erhöhung der „Erneuerbare-Energie-Umlage“ (EEG) für die Energielieferanten. Lag diese im Jahr 2010 noch bei 2,04 ct/kWh, liegt sie jetzt im Jahr 2019 bei 6,405 ct/kWh, hat sich in der Zeit also verdreifacht. Abgedeckt werden der Netzausbau, höhere Netznutzungsentgelte, Risiken beim Betrieb von Offshore-Windkraftanlagen und sogar die Subventionierung stromverbrauchsintensiver Betriebe. Besonders prekär: Diese Kosten geben die Stromkonzerne an die Verbraucher weiter. Dagegen wird eine Reduzierung der Umlage (seit 2017) von den meisten Stromkonzernen meist einbehalten und nicht an den Verbraucher weitergegeben.

Berechnungen von Verbraucherverbänden ergeben, dass Sie als Privatabnehmer jedes Jahr mit einer Strompreiserhöhung von ca. 11-13 % rechnen müssen. Preise von ca. 30 Ct/kWh werden dann die Regel sein. Für einen Mehrpersonenhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh/Jahr sind dies immerhin Kosten von ca. 1.200 € im Jahr. Da die Versorger die Kosten in unterschiedlicher Höhe an die Verbraucher weitergeben, kann sich ein Wechsel des Stromanbieters durchaus lohnen.

Neben den ökologischen Aspekten macht es also durchaus Sinn, darauf zu achten, Strom zu sparen. Nur neben einem Preisvergleich bei den Anbietern, besteht nur so die Chance die steigenden Kosten für Strom einzudämmen.

Auf welche Weise lässt sich Strom sparen?

In fast jedem Haushalt gibt es Möglichkeiten auf die Höhe der Stromrechnung Einfluss zu nehmen. Die folgenden Tipps sollen Ihnen helfen, vorhandenes Einsparpotential zu Ihrem Vorteil zu nutzen.

1. Kein Standby-Betrieb

Schalten Sie Geräte die unnötig Strom verbrauchen ab und verzichten Sie auf den Standby-Betrieb Ihrer elektrischen Geräte. Möglicherweise macht eine Zeitschaltuhr bei Ihnen Sinn.

2. Energiesparlampen verwenden

Ersetzen Sie wo es sinnvoll erscheint, herkömmliche Glühlampen durch Energiesparlampen oder – noch effizienter – durch Produkte mit LED-Technologie.

3. Stromfresser aufspüren

Spüren Sie „Stromfresser“ in Ihrem Haushalt auf. So ist eine Kühlschrankinnentemperatur von 2° C – 7° C optimal; tiefere Temperaturen haben keinen Vorteil, sondern verbrauchen nur unnötig viel Strom.

4. Haushaltsgeräte optimal nutzen

Verzichten Sie auf hohe Temperaturen beim Waschen Ihrer Wäsche, die Intensiv-Waschprogramme moderner Waschautomaten bringen den gleichen Effekt. Trocknen Sie Ihre Wäsche wenn möglich im Freien oder im Trockenraum – Wäschetrockner zählen zu den verbrauchsintensivsten Geräten. Nutzen Sie das Fassungsvermögen Ihrer Geräte voll aus.

5. Energieeffiziente Haushaltsgeräte kaufen

Viele alte elektrische Großgeräte haben einen enormen „Stromhunger“. Eine Neuanschaffung mit einer guten Energieeffizienz-Klasse spart enorm viel Strom. Bereits nach wenigen Jahren wird sich diese Investition amortisiert haben.

6. Sparen beim Kochen

Töpfe (mit Deckel) und Pfannen gehören auf diejenige Kochplatte, die ihrem Durchmesser entspricht. Für das Erhitzen kleinerer Wassermengen (nur immer so viel wie nötig) bietet ein Wasserkocher enormes Einsparpotential.

7. Auch beim Computer Strom sparen

Nutzen Sie die Energiesparoptionen Ihres Computers. Das Wechseln in den Standby- oder Ruhemodus von Rechner und Bildschirm schont Hardware und Ihren Geldbeutel.

Dies sind nur einige wenige Tipps, die Sie in Ihrem Haushalt beachten können, um etwas Strom zu sparen. Da in den nächsten Jahren die Strompreise sehr wahrscheinlich weiter steigen werden und es aus klimatechnischer Sicht eigentlich bereits nach 12 ist, sollten Sie auch Ihren Anteil leisten.

Richtig lüften und heizen

Richtig lüftenRichtig lüften und Energie sparen (Bild: © Rosel Eckstein / pixelio.de)

Viele Mieter kennen die Schäden durch Schimmel und Stockflecken an Wänden und vor allem an den Fugen in Bad und Dusche. Wer bereits öfters Wohnungen besichtigt hat, bekommt einen Blick für die unattraktiven und gesundheitsschädlichen Zeichen eines schlechten Heiz- und Lüftungsplanes. Wie kann man diese unschönen Schimmelprozesse verhindern und welche Tipps helfen gegen den Schimmelpilz?

Richtig Lüften verhindert die Bildung von Schimmel

Sie sollten sich unbedingt einprägen, welche Prozesse die Ansiedlung von Schimmelpilzen in Ecken und an den Wänden fördern. Wer die Ursachen für die unerwünschten Schimmelflecken kennt, wird sehr auf das Raumklima achten. An kalten Wänden schlägt sich Feuchtigkeit aus der Luft nieder, ganz besonders, wenn der Raum zum Kochen, Wäschetrocknen oder als Schlafraum genutzt wird. Die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit muss über das Lüften nach außen befördert werden. Dazu ist es wichtig, das Fenster weit zu öffnen und kurz den Luftaustausch komplett vorzunehmen. Bei einer kurzen Dauer des Stoßlüftens wird die Wärme in den Wänden gehalten und nur die Raumluft erneuert. Führt man dies mehrmals am Tag durch, wird nach dem Lüften der Raum schnell wieder warm und bleibt behaglich und gemütlich. Mit einem Dauerlüften erreicht man das Gegenteil, wer Fenster nur kippt und sie ständig einen Spalt offen lässt, wird die Schimmelbildung anregen. Die Wände und Möbel kühlen aus, die Feuchtigkeit schlägt sich an den Wänden nieder und beginnt, den Schimmelpilz zu nähren. Der Austausch der Raumluft bringt die feuchte Luft nach außen und frische, trockene Luft lässt den Raum angenehm schnell wieder mit einem ausgeglichenen Raumklima punkten.

Heizen mit Köpfchen

Heizen und dabei Geld sparen, das klingt natürlich etwas verrückt. Doch das Geheimnis ist schnell gelüftet: Kurzes Stoßlüften lässt den Energieverbrauch sinken und wirkt positiv auf das Budget. Wer ständig lüftet und das Fenster kippt, heizt für die Außenwelt, die Energie wird unsinnig vergeudet. Mit einem Thermostat an jedem Heizkörper kann man den individuellen Heizbedarf regeln, in ungenutzten Räumen genügt der Frostschutz. Ein Absenken der Temperatur über Nacht lässt sich häufig auch einstellen. Beim Schlafen benötigen wir weniger Wärme, wir decken uns zu und erleben eine gesunde Schlafatmosphäre bei frischer Luft und nicht zu hohen Temperaturen. Wer nicht ständig jedes Fenster für das Lüften freihalten möchte und gerne Blumen auf der Fensterbank haben will, kann auch mit einem Querlüften die ganze Wohnung stoßlüften. Dazu öffnet man neben zwei weit auseinander und gegenüberliegenden Fenstern auch alle Türen in der Wohnung. Die rasch ausgeführte Lüftung hilft gegen Schimmelbildung.

Mit nur wenigen Handgriffen am Tag kann so Energie gespart werden und man verhindert Schimmelbildung in der Wohnung.