7 Tipps um im Haushalt Stromkosten zu sparen

Stromkosten sparenStromkosten sparen leicht gemacht (Bild: © Thorben Wengert / pixelio.de)

Erneuerbare Energien – eigentlich eine gute Sache, möchte man meinen. Doch die Art der Umsetzung, wie sie von Politik und den Energiekonzernen betrieben wird, bekommt der Verbraucher schon seit einigen Jahren in Form einer kräftigen Strompreiserhöhung zu spüren. Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und welche Einsparmöglichkeiten es in Ihrem Haushalt gibt, erfahren Sie in der folgenden Übersicht, mit der wir Ihnen helfen wollen einpaar Stromkosten zu sparen.

Mit welchen Mehrkosten muss ich rechnen?

Der Grund für stark steigende Strompreise ist die Erhöhung der „Erneuerbare-Energie-Umlage“ (EEG) für die Energielieferanten. Lag diese im Jahr 2010 noch bei 2,04 ct/kWh, liegt sie jetzt im Jahr 2019 bei 6,405 ct/kWh, hat sich in der Zeit also verdreifacht. Abgedeckt werden der Netzausbau, höhere Netznutzungsentgelte, Risiken beim Betrieb von Offshore-Windkraftanlagen und sogar die Subventionierung stromverbrauchsintensiver Betriebe. Besonders prekär: Diese Kosten geben die Stromkonzerne an die Verbraucher weiter. Dagegen wird eine Reduzierung der Umlage (seit 2017) von den meisten Stromkonzernen meist einbehalten und nicht an den Verbraucher weitergegeben.

Berechnungen von Verbraucherverbänden ergeben, dass Sie als Privatabnehmer jedes Jahr mit einer Strompreiserhöhung von ca. 11-13 % rechnen müssen. Preise von ca. 30 Ct/kWh werden dann die Regel sein. Für einen Mehrpersonenhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh/Jahr sind dies immerhin Kosten von ca. 1.200 € im Jahr. Da die Versorger die Kosten in unterschiedlicher Höhe an die Verbraucher weitergeben, kann sich ein Wechsel des Stromanbieters durchaus lohnen.

Neben den ökologischen Aspekten macht es also durchaus Sinn, darauf zu achten, Strom zu sparen. Nur neben einem Preisvergleich bei den Anbietern, besteht nur so die Chance die steigenden Kosten für Strom einzudämmen.

Auf welche Weise lässt sich Strom sparen?

In fast jedem Haushalt gibt es Möglichkeiten auf die Höhe der Stromrechnung Einfluss zu nehmen. Die folgenden Tipps sollen Ihnen helfen, vorhandenes Einsparpotential zu Ihrem Vorteil zu nutzen.

1. Kein Standby-Betrieb

Schalten Sie Geräte die unnötig Strom verbrauchen ab und verzichten Sie auf den Standby-Betrieb Ihrer elektrischen Geräte. Möglicherweise macht eine Zeitschaltuhr bei Ihnen Sinn.

2. Energiesparlampen verwenden

Ersetzen Sie wo es sinnvoll erscheint, herkömmliche Glühlampen durch Energiesparlampen oder – noch effizienter – durch Produkte mit LED-Technologie.

3. Stromfresser aufspüren

Spüren Sie „Stromfresser“ in Ihrem Haushalt auf. So ist eine Kühlschrankinnentemperatur von 2° C – 7° C optimal; tiefere Temperaturen haben keinen Vorteil, sondern verbrauchen nur unnötig viel Strom.

4. Haushaltsgeräte optimal nutzen

Verzichten Sie auf hohe Temperaturen beim Waschen Ihrer Wäsche, die Intensiv-Waschprogramme moderner Waschautomaten bringen den gleichen Effekt. Trocknen Sie Ihre Wäsche wenn möglich im Freien oder im Trockenraum – Wäschetrockner zählen zu den verbrauchsintensivsten Geräten. Nutzen Sie das Fassungsvermögen Ihrer Geräte voll aus.

5. Energieeffiziente Haushaltsgeräte kaufen

Viele alte elektrische Großgeräte haben einen enormen „Stromhunger“. Eine Neuanschaffung mit einer guten Energieeffizienz-Klasse spart enorm viel Strom. Bereits nach wenigen Jahren wird sich diese Investition amortisiert haben.

6. Sparen beim Kochen

Töpfe (mit Deckel) und Pfannen gehören auf diejenige Kochplatte, die ihrem Durchmesser entspricht. Für das Erhitzen kleinerer Wassermengen (nur immer so viel wie nötig) bietet ein Wasserkocher enormes Einsparpotential.

7. Auch beim Computer Strom sparen

Nutzen Sie die Energiesparoptionen Ihres Computers. Das Wechseln in den Standby- oder Ruhemodus von Rechner und Bildschirm schont Hardware und Ihren Geldbeutel.

Dies sind nur einige wenige Tipps, die Sie in Ihrem Haushalt beachten können, um etwas Strom zu sparen. Da in den nächsten Jahren die Strompreise sehr wahrscheinlich weiter steigen werden und es aus klimatechnischer Sicht eigentlich bereits nach 12 ist, sollten Sie auch Ihren Anteil leisten.

Richtig lüften und heizen

Richtig lüftenRichtig lüften und Energie sparen (Bild: © Rosel Eckstein / pixelio.de)

Viele Mieter kennen die Schäden durch Schimmel und Stockflecken an Wänden und vor allem an den Fugen in Bad und Dusche. Wer bereits öfters Wohnungen besichtigt hat, bekommt einen Blick für die unattraktiven und gesundheitsschädlichen Zeichen eines schlechten Heiz- und Lüftungsplanes. Wie kann man diese unschönen Schimmelprozesse verhindern und welche Tipps helfen gegen den Schimmelpilz?

Richtig Lüften verhindert die Bildung von Schimmel

Sie sollten sich unbedingt einprägen, welche Prozesse die Ansiedlung von Schimmelpilzen in Ecken und an den Wänden fördern. Wer die Ursachen für die unerwünschten Schimmelflecken kennt, wird sehr auf das Raumklima achten. An kalten Wänden schlägt sich Feuchtigkeit aus der Luft nieder, ganz besonders, wenn der Raum zum Kochen, Wäschetrocknen oder als Schlafraum genutzt wird. Die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit muss über das Lüften nach außen befördert werden. Dazu ist es wichtig, das Fenster weit zu öffnen und kurz den Luftaustausch komplett vorzunehmen. Bei einer kurzen Dauer des Stoßlüftens wird die Wärme in den Wänden gehalten und nur die Raumluft erneuert. Führt man dies mehrmals am Tag durch, wird nach dem Lüften der Raum schnell wieder warm und bleibt behaglich und gemütlich. Mit einem Dauerlüften erreicht man das Gegenteil, wer Fenster nur kippt und sie ständig einen Spalt offen lässt, wird die Schimmelbildung anregen. Die Wände und Möbel kühlen aus, die Feuchtigkeit schlägt sich an den Wänden nieder und beginnt, den Schimmelpilz zu nähren. Der Austausch der Raumluft bringt die feuchte Luft nach außen und frische, trockene Luft lässt den Raum angenehm schnell wieder mit einem ausgeglichenen Raumklima punkten.

Heizen mit Köpfchen

Heizen und dabei Geld sparen, das klingt natürlich etwas verrückt. Doch das Geheimnis ist schnell gelüftet: Kurzes Stoßlüften lässt den Energieverbrauch sinken und wirkt positiv auf das Budget. Wer ständig lüftet und das Fenster kippt, heizt für die Außenwelt, die Energie wird unsinnig vergeudet. Mit einem Thermostat an jedem Heizkörper kann man den individuellen Heizbedarf regeln, in ungenutzten Räumen genügt der Frostschutz. Ein Absenken der Temperatur über Nacht lässt sich häufig auch einstellen. Beim Schlafen benötigen wir weniger Wärme, wir decken uns zu und erleben eine gesunde Schlafatmosphäre bei frischer Luft und nicht zu hohen Temperaturen. Wer nicht ständig jedes Fenster für das Lüften freihalten möchte und gerne Blumen auf der Fensterbank haben will, kann auch mit einem Querlüften die ganze Wohnung stoßlüften. Dazu öffnet man neben zwei weit auseinander und gegenüberliegenden Fenstern auch alle Türen in der Wohnung. Die rasch ausgeführte Lüftung hilft gegen Schimmelbildung.

Mit nur wenigen Handgriffen am Tag kann so Energie gespart werden und man verhindert Schimmelbildung in der Wohnung.

Ab welchen Werten spricht man vom Niedrigenergiehaus und wie erreicht man diese?

Niedrigenergiehaus Energie sparenBild: © DOC RABE Media – Fotolia.com

Oft spricht man bei Hausbau und Sanierungsmaßnahmen von Niedrigenergiehäusern, aber was sind eigentlich Niedrigenergiehäuser? Rechtlich ist der Begriff nicht eindeutig definiert, aber es gibt gewisse Richtwerte, an denen man ein Niedrigenergiehaus erkennen kann. Bei einem Einfamilienhaus muss der Heizwärmebedarf pro Wohnflächenquadratmeter und Jahr unter 70 Kilowattstunden liegen. Damit verbraucht dieses Haus durchschnittlich 7 Liter Heizöl pro Jahr und Quadratmeter. Alte Bauten lagen meistens über diesen Werten, neu errichtete Häuser werden jedoch alle diesen Anforderungen gerecht. Damit alte Häuser den neuen Standards angepasst werden können, sind gewisse Energiesparmaßnahmen zu ergreifen. Die erste Maßnahme ist natürlich die Wärmedämmung, doch es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, wie haustechnische Anlagen, welche eine große Energieeffizienz aufweisen. Somit muss immer das ganze Haus als Einheit betrachtet werden, um von einem Niedrigenergiehaus zu sprechen.

Schon bei der Planung auf Niedrigenergie achten

Beim Niedrigenergiehaus müssen Sie schon bei der Planung darauf achten, dass die Gebäudehülle so klein wie möglich gehalten wird. Je mehr Hülle vorhanden ist, umso mehr Wärme kann dadurch nach außen entweichen. Darum sollten spitze Winkel, Vorsprünge und sonstige Gebäudeformen, die nicht unbedingt notwendig sind, weggelassen werden. Damit können Sie zusätzlich auch die Baukosten senken. Bei einem Altbau kann man dahin gehend aber keine Eingriffe machen, hier müssen Sie andere Maßnahmen ergreifen. An erster Stelle steht, wie schon erwähnt die Wärmedämmung, dabei spricht der Fachmann vom U-Wert, früher auch K-Wert genannt. Je niedriger dieser Wert ist, umso besser ist die Wärmedämmung. Für die Außenwand eines Niedrigenergiehauses sollte der U-Wert unter 0,2 Watt pro Quadratmeter und Kelvin, kurz auch W/m²K, liegen. Am schnellsten erreicht man diesen Wert mit Holz- oder Steinwänden. Die Fähigkeit der Wärmespeicherung ist bei massiven Wänden wesentlich höher, außerdem regeln Ziegel und Holz den Feuchtigkeitshaushalt. Ohne zusätzliche Dämmung müssten die Wände jedoch so dick ausgeführt werden, dass man zu viel Wohnraum verlieren würde. Inzwischen werden Dämmung und Ziegel bereits in einer Einheit kombiniert, Sie können aber auch ein zweischaliges Mauerwerk errichten und dieses mit einer hinterlüfteten Fassade samt Wärmedämmung versehen.

Fertighäuser werden schon im Werk zu Niedrigenergiehäusern

Bei Fertighäusern können die Wände wesentlich schlanker ausgeführt werden und man erreicht trotzdem noch den Wert eines Niedrigenergiehauses. Fertighäuser werden meistens in einer Holzrahmenkonstruktion errichtet. Bei diesen Konstruktionen werden schon im Werk hochdämmende Dämmmaterialien eingebracht. Durch die schlankeren Räume erreicht man einen enormen Raumgewinn von bis zu acht Quadratmeter. Natürlich muss bei der Dämmung auch der Fensterbereich in die Überlegung mit einbezogen werden.

Wärmedämmung durch moderne Fenster im Niedrigenergiebereich

Bei Fensterflächen sollte der U-Wert nicht mehr als 13, W/m²K hoch sein, darum sind moderne Fenster mit Wärmeschutzverglasung ausgestattet. Der Rahmen von Wärmeschutzfenstern ist meist in Aluminium, Holz oder Kunststoff ausgeführt. Doch das beste Fenster hilft nichts, wenn man beim Einbau nicht darauf achtet, dass auch die Fuge zwischen Rahmen und Mauer luftdicht ausgeführt und gegen Wind und Regen geschützt wird. Außerdem sollten Sie große Fensterflächen immer gegen Süden ausrichten, jedoch sollte nur die Hälfte der Wand als Fensterfläche ausgeführt werden, da es sonst zu Überhitzung kommen kann.

Neue Aufsparrendämmung bringt Energieeinsparung

Auch das Dach darf beim Niedrigenergiehaus nicht unbeachtet bleiben. Das Dach sollte einen U-Wert unter 0,15 W/m²K aufweisen, diesen Wert erreicht der Bauherr durch eine 25 bis 30 Zentimeter dicke Dämmschicht. Bei einer Aufsparrendämmung werden Wärmebrücken vermieden, da die Dämmung vollflächig verlegt werden kann. Bei Altbauten erreicht man diese jedoch nur durch eine komplett neue Dacheindeckung. Das kostet natürlich mehr, die Finanzierung kann jedoch über ein KfW-Darlehen erfolgen.

Finanzierung durch Fördermittel der KfW

Für Renovierungsarbeiten können Sie ausgewählte Fördermittel der KfW-Förderbank beantragen. Die Darlehen werden jedoch nicht direkt durch die KfW vergeben, sondern von durchleitenden Kreditinstituten. Die Zinssätze dieser Förderprogramme sind meistens unter den üblichen Konditionen. Deshalb sollten Sie vor jeder Sanierungsmaßnahme diese Möglichkeit genau prüfen.